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22.06.2017, 18:47 Uhr
CDA und 17. Juni
Zu einer Referats und Diskussionsveranstaltung zum Gedenken an den 17. Juni 1053 hatten die CDU-Sozialausschüsse am 16. Juni ins Bürgerbüro des Abgeordneten Andreas Statzkowski eingeladen. Der Kreisvorsitzende Joachim Krüger sprach u.a. zur Rolle der gleichgeschalteten Gewerkschaft FDGB im Zusammenhang mit den damals vom ZK der SED angeordneten Normerhöhungen und zugleich Lohnkürzungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, dass die Erinnerung an die Ereignisse des 17. Juni 1953 nicht vernachlässig werden dürfe, wenn man die Entwicklung bis zum Mauerfall 1989 verstehen und aus diesen Ereignissen Schlüsse für die zukünftige Politik zielen wolle.
Bereits am Vormittag des 16. Juni hatte Joachim Krüger an der Gedenkveranstaltung der Berliner CDU zum 17. Juni 1953auf dem „Platz des 17. Juni 1953 im Bezirk Mitte vor dem Finanzministerium teilgenommen. Hauptredner waren dort Stefan Evers und Kai Wegner sowie die Chefin des Mauermuseums, Alexandra Hildebrandt. Im Anschluss wurden am dortigen Mahnmal Rosen und Kränze für die Opfer niedergelegt.
 
Am Morgen des 17. Juni 2017 trafen sich Vertreter der Politik und der DDR-Opferverbände am Mahnmal gegen den Stalinismus, um mit Kranzniederlegungen und Reden der Opfer des 17.-Juni-Aufstandes zu gedenken.
Neben Bürgermeister Naumann und der stellv. BVV-Vorsteherin, Judith Stückler, hielt auch der Vorsitzende der CDA Charlottenburg-Wilmersdorf und zugleich Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945-1950 e.V.“, Joachim Krüger, eine Gedenkrede (vgl. anhängenden Text). An der Veranstaltung nahmen auch die CDA-Vorstandsmitglieder Kai-Uwe Dallichow, Marion Halten-Bartels, Eveline Kupke und Dr. Uwe Weigmann sowie als Zeitzeuge Klaus Gronau, der ebenfalls seit Jahren der CDA angehört.
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Joachim Krüger
Rede zum 17. Juni 1953 
Gedenkveranstaltung auf dem Steinplatz am 17. Juni 2017
 
"Der Aufstand des 16. und 17. Juni 1953 war in weiten Teilen ein Aufstand der Arbeiter: Der Arbeiter in Henningsdorf, der Arbeiter auf den Neubauten der Stalinallee, der Arbeiter in den Industrierevieren der jungen DDR in Sachsen-Anhalt und Sachsen; der Aufstand von Männern und Frauen, die von ihrer Hände Arbeit lebten.
Sie waren, so verkündete es ihnen das ZK der SED, das sich als die Avantgarde der Arbeiterklasse bezeichnete, vom Arbeitsdiktat der blutsaugenden und Mehrwert in ihren Händen anhäufenden Konzernherrn im ersten sozialistischen deutschen Staat befreit worden.
Ihnen sollte –so verkündete die Stalin-treue DDR-Führung 1953- die Morgenröte des Sozialismus den Weg in das kommunistische Paradies weisen.
In der Realität aber mussten die Arbeiterinnen und Arbeiter erkennen, dass die selbsternannte Clique der sogenannten Parteiavantgarde längst die Demokratie zu Grabe getragen hatte: Freie Wahlen gab es nicht mehr; die Chance zur Umkehr, zur Abkehr vom Sozialismus durch Mehrheitsentscheidung war verbaut. Das Recht auf freien Zusammenschluss, auf freie Gewerkschaften als wirksame Interessenvertretung der Arbeiterschaft und damit als Gegenmacht zum sich entwickelnden allmächtigen Staatskapitalismus in der jungen DDR war gefallen. Der FDGB wurde zum Transmissionsriemen, zum Durchpeitscher der Beschlüsse des ZK der SED degradiert.
Alle Entscheidungen fielen dort im ZK der SED, egal, ob es um Steigerungen der Arbeitsnormen, um Lohnkürzungen, um die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen oder die völlig willkürliche Erhöhung der Konsumgüterpreise ging. An den Entscheidungen der Parteiführung gab es nichts zu deuten, denn wie hieß es schon 1952: „Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!“
Wer, wie viele mutige Arbeitnehmer um den 17. Juni 1953 herum zu Streiks und Arbeitsniederlegungen aufrief, galt als Urheber „feindlicher Aktionen“, als Saboteur an den sozialistischen Errungenschaften, als Agent des Kapitalismus und Erfüllungsgehilfe der westlichen Klassenfeinde und Konterrevolutionäre.
Durchsetzen konnte die DDR-Führungsriege ihre „Diktatur des Proletariats“ nur mit Hilfe sowjetischer Panzer, hier 1953 in Ost-Berlin ebenso wie Jahre später in Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei 
Was sie aber nicht brechen konnte, war der nachhaltige Wunsch der Menschen auf Selbstbestimmung in Würde und Freiheit. Diese Fackel sollte nie erlöschen bis es 1989 zur friedlichen Revolution und damit zum Ende der Diktatur in der DDR, zum Zusammenbruch dieses auf Unrecht aufgebauten Staates kommen sollte.
Mit dem zwar gescheiteten Juni-Aufstand des Jahres 1953 hatte der „real existierende Sozialismus“ seine erste unübersehbare Niederlage hinnehmen müssen, seine Vernichtung konnten die Panzer der UdSSR einstweilen aufhalten.
Diese Erkenntnisse des 17. Juni sollten wir immer vor Augen haben, wenn uns heute wieder Anhänger zum Beispiel der „Kommunistischen Plattform“ in der Linkspartei- wie Sarah Wagenknecht- die Segnungen des Marxismus schmackhaft machen wollen!
Wir haben aus der Geschichte gelernt und bringen zugleich damit unseren Respekt und unsere Hochachtung vor den mutigen Aktiven des 17. Juni zum Ausdruck!"
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